Ist Alt das neue Jung?

Da gibt es ein wunderbares Buch von Raimer Grönemeyer

 „Die Weisheit der Alten“.  Es sind oft gerade die Älteren, die neue Wege aufzeichnen, und alte Ideen zu Neuen werden lassen. Er schreibt sehr kritisch, mich hat aber der Titel inspiriert. Fragen die mein Sohn oft stellte wie – „war früher wirklich alles besser und was war anders“, machten mich nachdenklich. Ich wollte Menschen erreichen – die ihre Lebensweisheiten, ihr Wissen mit anderen teilen wollen. Gronemeyer sagt auch, viele Trends der Gegenwart wurden von unserer Oma schon gelebt. Schauen wir doch mal in die Bücher rein die über die Simplicity des Lebens schreiben. Für viele Ältere ist das längst Realität.  Nichts wegzuwerfen war keine Theorie, sondern eine notwendige Praxis, die man gerade in aktuellen Krisenzeiten wieder neu entdecken sollte. Worte wie Zusammenhang, Achtung, Geduld und Respekt, sollte man wieder aus der Schublade holen.

Gestern gründete ich eine Gruppe hier in Traunstein, die Senioren zusammenbringen möchte um genau diese Lebenserfahrung und ihr Wissen, zu teilen, bei neu geplanten Aufgaben,um aktiv mit Rat und Tat zur Seite steht, darüber schreiben oder auch sprechen will. Existierende Träume können noch wahr werden und wir können anderen dabei helfen sie zu unterstützen. Mit zunehmendem Alter verlieren wir Freunde oder Ansprechpartner, mit denen wir uns austauschen können. Wir entfernen uns geistig und räumlich und oft fühlen wir uns einsam und alleine, möchten aber noch so vieles weitergeben. Wie gerne würde ich heute noch meine Eltern oder Großeltern um Rat fragen und ihre Geschichten hören. Leider kann ich das nicht mehr. Viele von uns lebten und leben ein reiches Leben, mit viel Erfahrungen, Erfolgen und auch Niederlagen. Dieses Wissen darf nicht verloren gehen.

Es kann doch nur bereichernd sein, sich mit anderen Menschen zusammenzuschließen und gemeinsam noch einen Unterschied machen. Dabei müssen das nicht unbedingt immer gleichaltrige sein. Wir können als Senioren auch die Jüngeren unterstützen. Und als schöner Nebeneffekt – wir brauchen keine Angst vor der Einsamkeit haben und wir können noch von Nutzen sein. Das schlimmste für Senioren ist, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Viele fallen in Altersdepressionen, aus denen sie schwer wieder rausfinden. Wissenschaftler haben bewiesen, wenn Senioren, depressiv, auch körperlich nicht mehr ganz so fit sind und sich ehrenamtlich betätigen, geht es ihnen sehr viel besser und Depressionen können sogar ganz verschwinden.

Gehen wir doch einmal achtsam durchs Leben. Haben wir einen älteren Nachbarn, der sich alleine fühlt und gerne sein Wissen erzählen würde. Oder vielleicht hilfst du dabei das er/sie es für seine Familie aufschreibt. Wir können – egal wie alt oder wie jung wir sind – immer einen Unterschied machen.

Würde mich über viele Kommentare freuen.

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